Der Alentejo - das Herz Portugals!

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Informationen rund um den Alentejo

"Além do Tejo", übersetzt: "Jenseits des Tejo",

Bauer mit Esel

... erstreckt sich in südliche Richtung und soweit das Auge reicht, eine riesige, hügelige Ebene: das ist die Region Alentejo. Die Landschaft erstreckt sich südlich vom Tejo, Portugals größtem Fluss, bis zur Algarve. Der Landschaftstyp ist nicht einheitlich, Hügelketten wechseln sich mit endlosen Ebenen ab. Ein weites Land, das im Rhythmus der Jahreszeiten ein faszinierendes Farbspektakel bietet: Im Frühjahr ist der Alentejo ein einladendes Blütenmeer, grüne Weideflächen, blühende Mandelbäume. Im Sommer leuchten die Felder goldocker.

Der Name "Alentejo" stammt aus dem 12. Jahrhundert (além Tejo) und bedeutet übersetzt "jenseits des Tejo". Im Alentejo finden sich viele Spuren, die die historische Wehrhaftigkeit der ehemaligenandesherren belegen. Fast in jedem größeren Ort gibt es eine Burg oder Befestigungsanlage zu besichtigen. Früher war der Alentejo dasand der Großgrundbesitzer und Tagelöhner. Heute ist die Landwirtschaft auf EU-Norm umgestellt.

Zwischen Tejo und Guadjana breitet es sich über eine Fläche von mehr als 26.000 Quadratkilometern aus, immerhin ein Drittel der Gesamtfläche Portugals. Die Bevölkerungsdichte ist mit 20 Einwohner pro km² die tiefste in Portugal und eine der niedrigsten in Europa.  Der Alentejo bietet ein kontinentales Meeresklima und mehr als 3.000 Sonnenstunden pro Jahr. Atemberaubend ist hier die Weite des Landes, schöne Hügellandschaft mit Eichen, Kork- und Olivenbäumen und blumenübersäte Wiesen. Diese grosse landschaftliche Vielfalt macht diese einzigartige Gegend so reizvoll. Neben den weiten Ebenen faszinieren die weißen Dörfer, Burgen und Städte.

Das Atlantik-Klima ist selbst im Hochsommer durch eine stetig leichte Brise angenehm und erholsam. Besonders im Frühling erwartet sie hier ein einmaliges Blütenmeer mit vielen seltenen, nur noch hier heimischen Pflanzen.

Aletejano

Bekannt und auch sehr geschätzt ist der Alentejo immer noch für seine Strände, die im Parque Natural do Sudoeste Alenteiano e Costa Vicentina liegen. Nur kann einem die Auswahl zwischen weitläufigen Stränden und kleineren Buchten schon einmal schwergefallen. Das Naturschutzgebiet der Costa Vicentina erstreckt sich von etwa Sines im Norden bis über Sagres hinaus nach Osten an der Algarve-Südküste. Es gilt als in seiner Form einmalig in Europa. Fels- und Klippenlandschaften wechseln sich mit Dünen und kleinen Wäldchen ab.

Auch die abwechslungsreiche Gastronomie gehört zur Vielfältigkeit des Bezirks. Das Meer und der Boden liefern reichlich hervorragende Nahrungsmittel zur Zubereitung einfacher und raffinierter Gerichte. Die portugiesische Küche wird oft zu Unrecht verkannt. In den gemütlichen Restaurants und Cafes können Sie die portugiesische Art erleben.

Die Küste

... und die umfangreichen Möglichkeiten, die Natur im Binnenland zu erkunden, machen die Region sehenswert, wobei das Schönste am Alentejo zweifellos immer seine Bevölkerung ist.

Die Bewohner des übrigen Portugals macht sich gerne über die Langsamkeit im Alentejo lustig, aber jeder liebt die Küche, die Lieder und die Handwerkskunst dieser Provinz. Und genauso bewundert man die Lebensphilosophie der Alentejaner, die jeden Tag so nehmen, wie er kommt. Die Region ist reich an Bauerntraditionen, alte Bräuche sind heute noch erhalten. Der Sommer ist die Zeit der Messen, Feste und Pilgerfahrten.

Besonders sehenswert ist das Fest der Mastros de S. Teotónio, auf dem die in Trachten gekleideten Frauen Wasserkrüge auf dem Kopf oder an der Hüfte tragen. Im Juli findet auch in S. Teotónio die Messe FACECO, Feira das Actividades Económicas e Culturais do Concelho de Odemira (Messe für wirtschaftliche und kulturelle Aktivitäten des Bezirks Odemira) statt. Der traditionelle alentejanische Gesang und der einzigartige Klang der alentejanischen Gitarren verleihen dem Fest eine ganz eigene Atmosphäre.

Folgen Sie den Pfaden der vielen Völker, die den Alentejo besiedelten und deren Kulturen Portugals Gegenwart bereichern: Römer, Mauren, Juden. Wer noch weiter in der Geschichte zurück gehen möchte, findet im Alentejo überall archäologische Spuren, die beweisen, dass hier seit Tausenden von Jahren Menschen gelebt haben.

Storch

Man sieht sie überall, wenn man durch den Alentejo fährt: frischgeschälte Korkeichen. Nur alle neun Jahre kann die Rinde der Korkeiche geschält werden. Die Rinde wird zu Korken verarbeitet. Die Hälfte der Weltproduktion kommt aus dem Alentejo. Damit die Baumrinde ihre Wölbung verliert, schichtet man die Stücke auf und beschwert sie mit Steinen. Die Eichen strecken ihre Äste weit aus. In ihrem Schatten sammeln sich Kühe, Schweine und Ziegen. Störche bauen ihre Nester auf den Strommasten am Rande der Weizenfelder und Olivenhaine. Wo sich früher Mischwälder und Olivenhaine erstreckten, wächst heute auch Eukalyptus, das grüne Erdöl. Er liefert begehrten Rohstoff für Papierfabriken.

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Basisdaten des Alentejos

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