| Buchempfehlung: |
Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus)
| Klasse: | Knochenfische |
| Ordnung: | Karpfenartige |
| Familie: | Karpfenfische |
| Gattung: | Scardinius |
Die Rotfeder wird auch Unechtes Rotauge, Rötel oder Rotblei genannt. Sie kommt in Europa vom Ural bis zu den Pyrenäen vor. Die nördliche Verbreitungsgrenze liegt in Finnland, die südliche am Tiber (Italien) und in Mazedonien. Sie leben im Schwarm in stehenden, warmen Gewässern, mit Pflanzenbewuchs. In Gewässern mit Raubfischen dienen sie als wichtige Futterfische. Im Winter halten sie sich in großer Zahl an den tiefsten Stellen des Gewässers auf.
Merkmale:
Die roten Flossen sind für diese Art kennzeichnend und namensgebend. Sie besitzen einen gedrungenen, hochrückigen und seitlich abgeflachten Körper. Das Vorderende der Rückenflosse liegt deutlich hinter dem Bauchflossenansatz. Die Brustflossen haben 16-17 Strahlen, die Rückenflosse hat 10-12 und die Afterflosse 12-14 Strahlen. Der Rücken und die Kopfoberseite sind meist braungrün gefärbt. Die Seiten sind silber- bis goldglänzend. Die Bauchkante ist zwischen Bauchflossen und After gekielt. Die mittleren Größen liegen meist zwischen 15 bis 20 cm. Unter günstigen Bedingungen kann die Rotfeder bis zu 45 cm und über 2 kg schwer werden. Die Fische werden normalerweise 10 bis 12 Jahre alt.
Nahrung:
Ihre Hauptnahrung besteht aus Wasserpflanzen wie Laichkraut, Tausendblatt und Wasserpest. Aber auch Kleintiere der Uferregion (Würmern, Insektenlarven, Fluginsekten, Schnecken) werden in geringen Maßen gefressen.
Fortpflanzung:
Am Ende des zweiten bis dritten Lebensjahres sind Rotfeder geschlechtsreif. In den Laichmonaten April bis Mai zeigt das Männchen einen feinkörnigen Laichausschlag. Die Weibchen legen in seichten, bewachsenen Uferstellen etwa 50.000 - 100.000 Eier je nach Körpergröße, die von den Männchen im Wasser befruchtet werden. Die Brutdauer beträgt je nach Wassertemperatur etwa 3 bis 10 Tage. Sie bilden im ersten Lebensabschnitt riesige Schwärme im unmittelbaren Uferbereich. Nach dem Ablaichen (und bei Temperaturen unter 20°C) sterben diese Fische.
Die Art ist bekannt dafür, dass sie sich gern am Laichgeschäft anderer Karpfenartiger beteiligt. Daher werden häufig Bastarde zwischen ihr und nahen Verwandten wie der Plötze und der Ukelei angetroffen.
Verwendung:
Rotfedern werden als Speisefisch wenig geschätzt. Häufig genutzt werden sie als Köderfisch für Raubfische wie dem Hecht.
Zurück zur Übersicht |
![]() |
![]() |
![]() |
Weiter |
Hinweis:
Diese Seite stellt eine Basisinformation dar. Sie wird routinemäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.





