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Alentejo - Reiseführer: Beja

 

Die Sehenswürdigkeiten in Beja

Igreja da Misericórdia

Eine von einem hohen Gitter eingezäunte Halle, deren gewöbte Decke von 4 Säulen getragen wird. Auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen, dass es sich um eine Kirche handelt, nämlich die Igreja da Misericórdia. Geplant wurde das Gebäude aus dem Jahr 1550 als Schlachthof und Markthalle, erschien für diesen Zweck aber zu schön und wurde daraufhin durch den Anbau einer Kapelle zur Kirche "umgewidmet".

Igreja de Santa Maria da Feira

Am Largo Sta.Maria steht eine weiß gekalkte Kirche, die Igreja de Santa Maria da Feira. Auffallend sind an dieser aus dem 13.Jht. stammenden Kirche die 4 Türme, verbunden durch gotische Portalbögen. Im Inneren befinden sich Barock- und Rokokoaltäre, u.a. einen feingeschnitzen Baum aus Talha Dourada (Holz mit Gold überzogen), der den Stammbaum Christi symbolisieren soll.

Kapelle Santo Amáro

Kapelle Santo Amáro, eine der 4 noch erhaltenen vorromanischen Kirchen in Portugal. Sie wird nicht mehr als Gotteshaus benutzt, sondern beherbergt die westgotische Sammlung des Regionalmuseums - das Museu Nucleo Visgotico.

Kastell

Das Stadtbild beherrscht wird von den mächtigen Mauern des Kastells mit einem hohen, rechteckigen Turm. Im Burghof des Kastells sind einige alte Kanonen aufgestellt, in einem Nebengebäude befindet sich die Touristeninformation. Das Kastell ist vermutlich römischen Ursprungs und erfuhr zu den Zeiten westgotischer und arabischer Herrschaft zahlreiche Veränderungen. Die Burg in ihrer heutigen Form wurde von König Dinis (1279-1325) in Auftrag gegeben. Ein römisches Tor ist heute noch in der Mauer erhalten. Der 40 m hohe Turm aus Granit und Marmor ist der höchste Burgturm in Portugal. Annähernd 200 enge Stufen führen hinauf zu den Zinnen des "Torre de Menagem". Von dort kann man die Landschaft des Alentejo bis nach Palmela und Sintra im Norden (bei Lissabon) und dem Foia (höchster Berg des Monchiquegebirges an der Algarve) überblicken.

Kloster da Conceição:

Das Convento Nossa Senhora da Conceicão wurde von 1459 bis 1509 im manuelinischen Stil erbaut. Im Kloster sind die ältesten Azulejos Portugals zu bewundern. Die Kunst der glasierten Kacheln hatten die Araber nach Spanien und Portugal gebracht. Verschiedenste Techniken wurden entwickelt, und seit die verzierten Fliesen im 19. Jahrhundert industriell hergestellt werden konnten, fanden sie Verbreitung von der Kirche bis zur Küche

Konvent S. Francisco

Das 1268 gegrüdete Konvent S. Francisco ist ein ehemaliges Kloster innerhalb der Stadtmauern. Das Konvent beherbergt seit 1994 eine Pousada, ein staatlich geführtes Luxushotel. Die ganze Anlage ist sehr geschmackvoll renoviert und eingerichtet, ein Rundgang durch den Kreuzgang lohnt sich.

Museu Nucleo Visgotico

Das Westgotische Museum befindet sich in der Kirche Santo Amoro, einer schlichten vorchristlichen Kapelle, Dort werden Fundstücken aus westgotischer Zeit, die in oder um Beja gefunden wurden, ausgestellt. Die Säulen, Grabsteine ( interessant ein Grabstein mit 22zeiliger Inschrift aus dem Jahr 665 n.Ch.) und sonstigen Funde sind sehr gut in der renovierten Kirche präsentiert.

Museum "Rainha D. Leonor"

In den noch erhaltenen Räumen des ehemaligen Klosters "Nossa Senhora da Conceição" befindet sich das Museum "Rainha D. Leonor". Das Kloster wurde im Auftrag des Herzogs von Beja, Dom Fernao und seiner Frau Dona Brites errichtet. 1459 begannen die Bauarbeiten, erst 1509 wurden sie abgeschlossen. Die Klostergrüder waren die Eltern des späteren Königs Manuel I. und seiner Schwester Leonor, die durch Heirat mit João II. Königin wurde. Nach ihr ist das Museum benannt, ihre Statue steht neben dem Eingang. Das Kloster unterstand den Franziskanern und gehörte zum Orden der heiligen Clara.

Die Hauptkapelle mit ihren Schnitzereien aus Talha Dourada (Holzschnitzereien mit Gold beschichtet) stammt aus dem 18. Jht. Hier befinden sich die Grabmäler des Klostergrüders D.Fernando und seines Sohnes. Azulejobilder aus dem Jahr 1741 stellen Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers dar. Im sogenannten Wappensaal sind Wappen und Grabsteine aufbewahrt. Der Kreuzgang ist halbhoch mit sehr schönen blau/gelben portugiesischen Kacheln aus dem 17.Jht geschmückt. Die Kapelle Johannes des Täufers in diesem Gang stammt aus dem Jahr 1614, es folgt eine Kapelle des Hl.Franziskus und eine Kapelle "Unserer Lieben Frau der Verbannung" aus dem Jahr 1567.Der Klostergang unterscheidet sich durch die auffälligen, aus Sevilla stammenden dunkelgrü/weißen Schachbrettkacheln aus dem 16.Jht. Im Gemäldesaal werden portugiesische und spanische Gemälde aus dem 15.bis 18. Jht. ausgestellt werden.. Im 1. Stock befindet sich das eigentliche Museum. In Glasvitrinen sind Müzen, Öllampen, Vasen, Schmuck und Gerätschaften ausgestellt, praktisch alles, was man an archäologischen Funden zu Tage gebracht hat.

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