Évora
Eine der bedeutendsten Kunst- und Kulturstädte in Portugal ist die Provinzhauptstadt Évora. Die Region Évora liegt im Süden Portugals, auf halbem Wege zwischen Lissabon und der Grenzstadt Caia.
Evora liegt an einem uralten Siedlungsplatz mit dem Namen Ebora. Die Römer benannten es 80 v.Chr.in Liberalitas Julia um.
Die Stadt Évora, die seit 1986 zum Weltkulturerbe gehört, hat innerhalb ihrer Stadtmauern die mittelalterliche urbane Struktur bewahrt. Ihre herrschaftlichen Häuser zeugen von der Glanzzeit als Sitz des königlichen Hofes im 16.Jahrhundert. Typisch für Évora ist der stark maurisch geprägte Mudéjar-Stil.
Gehen Sie in die Stadt und schauen sich um. Das Rathaus der Stadt Évora hat dazu einen Führer herausgegeben: Historische Reisen.
Basisdaten - Sehenswert - Museen - Geschichte - Fotos - Klima - Karte - Evora Musical - Wetter
| Region: |
Alentejo |
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| Unterregion: |
Alto Alentejo |
| Distrikt: |
Évora |
| Einwohner (Stand 2001): |
39 500 (Stadt); Kreis: 56 525 (Kreis) |
| Kreise im Distrikt Evorá (14): |
Alandroal, Arraiolos, Borba,Estremoz, Évora, Montemor-o-Novo, Mora, Mourão, Portel, Redondo, Reguengos de Monsaraz, Vendas Novas, Viana do Alentejo, Vila Viçosa
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| Gemeinden im Kreis Evorá (19): |
Bacelo Canaviais (Évora), Horta das Figueiras (Évora), Malagueira (Évora), Nossa Senhora da Boa Fé, Nossa Senhora da Graça do Divor, Nossa Senhora da Tourega, Nossa Senhora de Guadalupe, Nossa Senhora de Machede Santo Antão (Évora), São Bento do Mato, São Mamede (Évora), São Manços, São Miguel de Machede, São Sebastião da Giesteira, São Vicente do Pigeiro, Sé e São Pedro (Évora), Senhora da Saúde (Évora),Torre de Coelheiros |
| Fläche des Kreises: |
1.308,25 km² |
Höhe: |
321 m |
| Koordinaten: |
38º33'N 07º57'W |
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| Adresse der Stadtverwaltung: |
Câmara Municipal de Évora, Praça de Sertório, 7004-506 Évora |
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Evora war schon zu keltischer Zeit besiedelt. Évora erlangte unter römischer Herrschaft (zunächst unter dem Namen Ebora) zwischen dem 1. Jh. v.Chr. und 615 nach Chr. an Bedeutung. Der von Rom abtrünige Praetor Sertorius hatte das uneingeschränkte Vertrauen der Lusitianer erworben, residierte in Ebora und unter seiner Führung schlug das lusitanische Heer in den Jahren 80-72 v.Chr.Caesar, Pompeius und Mellus. Nach der Ermordung von Sertorius im Jahre 72 v.Chr. liess Caesar ab 60 v.Chr. die Provinz Hispania Ulterior von der neuen Hauptstadt Olisipo (Lissabon) aus regieren. Évora, Beja und Santarem entwickelten sich zu Städten (municipium) und das bisherige Ebora erhielt den Namen "Liberalitas Julia".
Nach westgotischen Herrschaft von 615 - 715 n.Chr. wurde die Stadt von den Mauren erobert, die fortan Yebora hieß. Die für Stadt und Land segensreiche maurische Herrschaft dauerte genau 450 Jahre. Aus der viereinhalb Jahrhunderte langen Epoche arabisch-maurischer Herrschaft blieb im Vergleich zu anderen südlichen Orten der Iberischen Halbinsel erstaunlich wenig Bausubstanz erhalten. Nur ein Teil der Stadtmauern verrät noch arabischen Einfluss.
Im Rahmen der Reconquista (Vertreibung der Mauren von der iberischen Halbinsel) eroberte der Raubritter Geraldo, der weniger von christlichem Eifer als von Gewinnsucht getrieben war und den maurischen Emir und seine Tochter ermordete, die Stadt im Jahre 1165 in einem Handstreich zurück. Er übergab die Stadt dem König Afonso I. Henrique, der ihm dafür das Leben schenkte. So wurde das arabische Yeborah katholisch und kurze Zeit später begann man mit dem Bau der prestigeträchtigen Kathedrale. 1159 kehren die Mauren noch einmal nach Évora zurück. Mit Unterstützung des Ritterordens von Avis werden sie endgültig vertrieben. Der Ort galt fortan als so sicher und wehrhaft, dass er vom 14.-16.Jh. zum Teil von den portugiesischen Königen zum Regierungssitz gewählt wurde. 1551 grüdete Kardinal Henrique ein Jesuitenkolleg, das 1559 in eine Universität umgewandelt wurde. Évora war in dieser Zeit der Mittelpunkt des kulturellen und politischen Lebens in Portugal. Doch die Rückerverlegung des Regierungssitze nach Lissabon und die Schließung der Universität durch Pombal im Rahmen der Jesuitenvertreibung im Jahre 1759 beendete diese Glanzzeit der Stadt.
Im Jahre 1801 plüderten und brandschatzten die Franzosen die Stadt, die nach ihrem Wiederaufbau 3 Jahrzehnte später erneut durch regierungstreue Truppen im Rahmen wirrer Verfassungskämpfe zerstört wurde. Bis 1821 wurden zwischen dem Marmorbrunnen Fonte Henriquina, dem 1571 nach Heinrich dem Seefahrer benannte Brunnen, und der Igreja de Santo Antão von 1557 die Opfer der Inquisition hingerichtet.
Städtischer Mittelpunkt war seit je her die Praça do Giraldo. Im 19. und 20. Jh. entwickelte sich Évora dann - unbehelligt von Kriegsereignissen - zur heutigen Kulturmetropole und Kunststadt. Das Stadtzentrum wurde 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
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