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Märkte
Fast jedes Städtchen des Landes hat seine Markthalle; hier gibt es Obst, Gemüse, Blumen, Fleisch und Fisch. Auf den Wochenmärkten (in fast jedem größeren Ort) gibt es nahezu alles vom Vieh über Kleidung und Geschirr, Obst und Gemüse bis hin zu Kleinmöbeln.Im Jahre 1281 gewährte Dom Dinis dem Ort Castelo Mendo das Recht einen Markt abzuhalten und bestimmte, dass dieser dreimal pro Jahr zu veranstalten sei. Damit war der erste Markt geboren, der regelmäßig im Königreich Portugal abgehalten wurde.
Wichtigste Medien
Fernsehen: Staatliches Fernsehen (RTP), Privatfernsehen SIC und TVIRundfunk: Staatl. Rundfunk RDP, priv. kath. Sender Renascença; ca. 150 private RadiostationenZeitungen: Tageszeitungen: Público, Diário de Notícias, Jornal de Notícias; Wochenzeitung Expresso; Wochenmagazin Visao
Medizinische Versorgung
Um eine ausreichende Versorgung bei Unfall oder Krankheit während Ihres Aufenthalts in Portugal zu garantieren, empfiehlt sich der Besitz einer Europäischen Krankenversicherungskarte und der Abschluss einer privaten Auslandsreisekrankenversicherung. In Städten und größeren Ortschaften sucht man bei Verletzungen oder Erkrankungen die ständig besetzte Notaufnahme (Urgência) eines Krankenhauses (Hospital) auf, auf dem Lande das Gesundheitszentrum (Centro de Saúde). Die Centros de Saúde Sind normalerweise von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Da es keine Notdienste gibt, bleibt im Notfall nur die Fahrt in die nächstgrößere Ortschaft mit Krankenhaus, entweder mit der Ambulanz (ambulância) der örtlichen Feuerwehr (bombeiros) oder dem Privatwagen. Die vergleichsweise niedrigen Kosten für die Behandlungen sind im voraus zu bezahlen. Bei Vorlage der Quittung werden die Kosten meist von den heimatlichen Krankenkasse erstattet.
Mittagsruhe
Die Mittagsrast zählt zu den hochheiligen Elementen südländischer Lebenskunst, die sich auch die Portugiesen nicht nehmen lassen. Zwischen 13 und 15 Uhr gibt man sich dem Mittagessen und der Siesta hin. Wichtige Belange können warten, das Geschäftsleben liegt brach. Dagegen stört es kaum jemanden, wenn man noch nach 22 Uhr anruft.
Museen
Museen öffnen meist von 10.00 bis 12:30 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr. Viele sind geschlossen an Montag. Einige Paläste schließen auch an Mittwoch.
Musik
Volksmusik und -tänze sowie die Fado-Musik sind die fundamentalen Elemente des musikalischen Ausdrucks der Portugiesen. Das Wort 'fado' bedeutet in portugiesisch 'Schicksal', wenn man jedoch den traurigen Tenor dieser Musik betrachtet, dann ist die Übersetzung wohl eher mit 'klagen' oder 'trauern' angebracht. Der Fado ist Portugals Stolz und Freude und wird deshalb auch als nationaler Musikschatz betrachtet. Es ist auch die schwierigste Form des musikalischen Ausdrucks der Portugiesen. Wenn sie gut vorgetragen wird, dann ist sie schön und ergreifend, umgekehrt allerdings, wenn sie schlecht vorgetragen wird, dann kann sie schwülstig und selbstherrlich wirken. Es ist eine lyrisch sentimentale Musik, von der man annimmt, dass sie ihre Wurzeln in der Musik der afrikanischen Sklaven hat. Der Fado bringt die allgemeine Frustration und den außergewöhnlichen fatalismus der Portugiesen zum Ausdruck. Es gibt zwei Versionen des Fado. Die eine kommt von Alfama und Mouraria, Bezirke von Lissabon, und die andere von Coimbra. Der Lissabonner Fado ist persönlicher und gefühlvoll; der Fado coimbras ist akademischer und reflektiert die alten Traditionen der Universitätsstadt. Das Thema fast eines jeden 'Fado'-Liedes ist Liebe, meistens unerwiderte, aber es gibt auch Lieder über andere Themen. Der traditionell schwarz gekleidete 'Fadista', der Fado-Sänger oder -Sängerin, steht vor dem Publikum und hinter ihm sitzen die Musiker. Wenn der 'Fadista' zu singen beginnt, dann wird es ganz still und kein Essen wird mehr serviert. Die Liebhaber der Fado-Musik verehren sie, und der 'Fadista' genießt ein sehr hohes Ansehen. Die berühmteste 'Fadista' war Amália Rodrigues, die in 1999 verstarb und weltweit berühmt war. Andere bekannte Namen sind Carlos do Carmo, Alfredo Marceneiro, Hermínia Silva, Rodrigo, Maria Alice und Tristão da Silva.


